Der Ablauf

Das Gruppenmeeting jeden Freitag hat einen festen Rahmen, der etwa wie folgt aussieht:

  • Blitzlicht

Jeder Teilnehmer ist eingeladen zu erzählen, wie es ihm gerade geht, wie die Woche war oder was ihm gerade besonders auf der Seele liegt.

  • Moderatorenwahl

Besonders, wenn viele Teilnehmer da sind, ist es wichtig, dass sich eine Person um den Ablauf des Abends kümmert. Es gibt eigentlich keine Wahl. Man wählt sich selbst, wenn man mag. Der Moderator hat keine besonderen Rechte, er soll nur ein wenig koordinieren und den Überblick behalten.

  • Brainstorming

Wir überlegen, was wir heute machen wollen: Jeder Teilnehmer kann ein Gesprächsthema oder auch eine Übung vorschlagen, wenn er möchte.

  • Das Wesentliche

Wie im Brainstorming zusammengetragen, folgen nun die Themen und Übungen. Das könnte z.B. so ablaufen:

  • Ein Teilnehmer möchte Rat suchen bezüglich aktueller Sorgen.
  • Zur Auflockerung wird eine körperliche Tätigkeit eingefügt, etwa Atemübungen.
  • Übungen können zum Beispiel das Reden aus dem Stegreif sein, das Durchspielen einer angstbesetzten Situation, wie etwa einer Prüfung, oder auch das Verhalten in alltäglichen Situationen, wie Small-Talk auf einer Feier, und vieles mehr.
  • Blitzlicht

Abschließend machen wir nochmal ein Blitzlicht. Jeder Teilnehmer ist eingeladen zu sagen, wie ihm der Abend gefallen hat.

Anmerkungen

Der Ablauf ist keine festgeschriebene Konstante, sondern ergibt sich immer aus der Konstellation der Teilnehmer.
Niemand ist verpflichtet in einem Treffen etwas zu sagen. Du kannst auch selbstverständlich einfach nur zuhören – gerade am Anfang.
Die Übungen sind jedoch ein wichtiger Bestandteil der Treffen. Wir haben eine Sammlung von Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, so dass für jede und jeden etwas dabei ist. Außerdem lassen sich auch aus vielen angstbesetzten Situationen Übungen gestalten, und wir freuen uns sehr über Anregungen.
Neben der Angstkonfrontation in einem geschützten Umfeld ist der Sinn der Übungen vor allem, dass wir konkret und bei uns selbst bleiben und nicht in die graue Theorie abschweifen. Auf jede Übung folgt in der Regel auch eine gemeinsame Reflexion, in der wir etwas für oder über uns selbst lernen.
Wir treffen uns auch gelegentlich für Unternehmungen. Schau einmal unter Rubrik „Freizeit-Aktivitäten“ nach.
Wir zwingen niemanden zu reden; man kann selbstverständlich auch an einem Treffen teilnehmen, ohne etwas zu sagen.